Wohlgenährt und zufrieden: Die Wandergruppe nach einer kulinarischen Mittagspause im sonnigen Pfälzer Wald.
Die 57. MPC-Kultur- und Wandertage:
Merkwürdig, historisch und nahrhaft
Im pfälzischen Deidesheim an der Weinstraße stiftete der Edelmann Nikolaus von Böhl im Jahr 1494 ein Spital für „Hilfsbedürftige, Durchreisende, Kranke und Pilger“.
530 Jahre später nahmen 12 MPC-Wanderer sein Angebot dankend an und labten sich an speziell für sie vorbereiteten Kaffee und Kuchen. Wie in den Vorjahren waren auch die 57. MPC-Kultur- und Wandertage eng mit Speis’ und Trank sowie der deutschen Geschichte verknüpft.
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Die MPC Kultur- und Wandertage 2022 an der Bergstraße
Gut betuchte Fürsten und fröstelnde Archäologen
Reich waren sie nicht, die Landgrafen und Großherzöge von Hessen-Darmstadt, aber immerhin gut betucht. Zu ihrer Sommerresidenz am Rande des Odenwaldes gehörte ein Weißhäuschen, in dem ihre Leinenunterwäsche täglich gekocht und gemangelt wurde. Frisches Tuch, gepuderte Haare und Parfum ersetzen in der Zeit der Romantik (Ende 18. bis Mitte 19. Jahrhundert) das Wasser, das nach damaliger Vorstellung durch die Poren in den Körper eindrang, ihn innerlich aufweichte und ihn Krankheiten gegenüber wehrlos machte. Lieber ließen die Ärzte zur Ader oder bliesen via Blasebalg Tabakrauch in den After.
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54. MPC-Wandertage 2019 im Vogtlandkreis
In der Sohle liegt die Kraft
Von Frank Ulrich Breitsprecher; Fotos: Bernd Ebener-Löwer
Plauen/Vogtland- Für die 54. Wandertage vom 29. September bis zum 3. Oktober 2019 wählte Organisator Horst-Dieter Grosse mit Plauen im Vogtland einen Ort, der Geschichte geschrieben hat. Plauen war die erste Stadt im Osten Deutschlands, in der Tausende Bürger gemeinsam auf die Straße gingen, um friedlich gegen das herrschende System zu protestieren. Zwei Tage vor der berühmten Montagsdemonstration in Leipzig, über die auch die westlichen Fernsehstationen dank heimlicher Videoaufnahmen berichten konnten, bewiesen die Plauener Bürger Mut und zwangen so die Staatsmacht zum Einlenken. Mehrere Stationen, die die Wandergruppe beim Rundgang durch die Stadt besichtigte, erinnerten an die aufregende Zeit der friedlichen Revolution vor 30 Jahren.
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53. MPC-Wandertage in der Rhön
Das Wandern ist des Grosses Lust – Goldene Sohle für Karin Anselm

Von Frank Ulrich Breitsprecher
Gersfeld/Rhön. Es gibt noch Zeitgenossen – auch im Motor Presse Club –, die nicht nur Freude an der Fortbewegung auf zwei oder vier Rädern verspüren, sondern auch das Überbrücken von Entfernungen mittels aufrechtem Gang auf zwei Beinen zu schätzen wissen. „Die Landschaft erobert man mit den Schuhsohlen, nicht mit dem Autoreifen“, meinte schon der französische Schriftsteller Georges Duhamel und so sieht es wohl auch die Gruppe von 13 unverzagten Wanderern, die Chef-Organisator Horst-Dieter Grosse vom 29. September bis zum 3. Oktober 2018 nach Gersfeld, der heimlichen Hauptstadt der Rhön, einlud.
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52. MPC-Wandertage im Saarland
Auf Schusters Rappen durchs Dreiländereck

Im Herzen des Dreiländerecks Deutschland-Luxemburg-Frankreich findet man das wohl bekannteste Postkartenmotiv des Saarlandes, die Saarschleife, umgeben von einem Wanderparadies mit zahlreichen Wandermöglichkeiten und so genannten Premium-Wanderwegen, ausgezeichnet vom Deutschen Wanderinstitut.
Attraktiver konnte eine Wandergegend also nicht sein, in die der bewährte Organisator Horst-Dieter Grosse die Wanderfreunde des Motor Presse Clubs (MPC) gebeten hatte.
Auch der Vorsitzende des MPC, Ulrich Nies, und seine Gattin schnürten am ersten Tag die Wanderstiefel. Als Quartier wählte Horst-Dieter Grosse das Parkhotel Weiskirchen mit angegliedertem Wellness-Bereich wie Sportbecken, Warmwasser-Pool und einer großen Saunalandschaft. Sicherlich nicht als vorbeugende Maßnahme gegen hereinströmende Regenfronten gedacht, oder doch?
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MPC Wandertage 2016 im Harz
Das Bergwerk ruft – und das Bier schmeckt

Der Hahn im Klee, der Bock auf der Wiese – schöner kann Natur sich nicht in Worten ausdrücken. Auch wenn Geflügel und Wild nicht überall touristenverlässlich zur Stelle sind (außer gebraten und gesotten): In Hahnenklee-Bockswiese, einem idyllisch abseits gelegenen Stadtteil des Fachwerk-Juwels Goslar, gehören sie sozusagen zum Programm. Anlass genug für Horst-Dieter Grosse, den Wandertage-Organisator des MPC, diesmal den Harz als Ziel für seine leichtfüßige Truppe zu wählen. Der Hahnenkleer Hof – warum schreibt er sich eigentlich nicht mit drei e? – nahm sie gastfreundlich in Empfang, jedes Zimmer mit Balkon, darunter ein veritabler Park mit hohen Bäumen, und im Speisesaal jeden Abend eine reich gedeckte Tafel für die ermüdeten Gäste. Alles bestens also, wenn da nicht der Fakt wäre, dass Norddeutschlands Vorzeige-Gebirge jede herantreibende Regenwolke begierig willkommen heißt. So gehört Nässe zum Harzer Wanderglück so zuverlässig wie Harzer Käse zu jeder dortigen kalten Mahlzeit.
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Was die Region Saale-Unstrut den MPC Wanderern zu bieten hatte
Uta, Rotkäppchen und das Himmelreich

Von Gerold Lingnau
Bad Kösen steht im deutschen Ortsverzeichnis zwischen Bad Königshofen und Bad Köstritz, inmitten einer Unzahl weiterer Gemeinden, die sich „Bad“ nennen dürfen. Aber wo liegt es? Das weiß das engagierte Häuflein der MPC Wanderer spätestens seit seinem Treffen 2015, übrigens dem fünfzigsten seiner Art. Bad Kösen liegt bei Naumburg, und Naumburg liegt in Sachsen-Anhalt, kurz vor der Grenze nach Thüringen. Weintrinker horchen zudem auf, wenn hier der Name „Saale-Unstrut“ fällt: Denn dieses Anbaugebiet, das von den beiden Flüssen geprägt ist, gehört zu den zwar kleinen, inzwischen aber auch feinen Weinregionen in Deutschland. All das versprach interessante Wandertage, als man sich in Bad Kösen im Hotel „Mutiger Ritter“ versammelte, dem ersten Haus am Platz mit stattlichen Ausmaßen und einer tierischen Manufaktur in seinen Mauern, von der noch die Rede sein soll.
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49. MPC Wandertage 2014
Wo nicht nur die Hirsche röhren – zu Fuß in Hörweite des Nürburgrings

Von Gerold Lingnau
Dass man sich unter Nürburgring auch ohne -ring etwas vorstellen kann, nämlich eine (allerdings vom Motorsport total infizierte) kleine Ortschaft und eine völlig unbeteiligt darüber thronende historische Ruine, dazu muss man ein wenig von Auto und Motorrad Abstand nehmen. Und diesen Teil der Eifel als das nehmen, was er ohne den -ring wäre: eine verträumte, hübsche, wenn auch nicht gerade heroische Landschaft. Wie zum Wandern geschaffen eben. Doch wenn der Organisator auch dieser MPC Wandertage schon mit dem Auto und der Lehre von seiner perfekten Beherrschung eng verbunden ist, kommt man am Rennbetrieb nicht ganz vorbei. Passiv allerdings, weil man nämlich direkt über der Zielgeraden des Formel-1-Kurses Quartier bezogen hat und zwangsläufig Ohrenzeuge eines Saison-Abschiedsrennens wird. Da drehten Young- und junge Oldtimer so laut ihre Runden, als ob sie km/h durch Dezibel ersetzen wollten. Die schnellsten unter ihnen fuhren immerhin in 2:14 Minuten um den Kurs, und das bedeutete 138 km/h Schnitt. Der Rundenrekord – von Schumi – liegt bei 206 km/h.
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48. MPC Wandertage 2013
Goldene Sohle des MPC an Peter Richter

Von Gerold Lingnau
Geschichtsträchtiger konnte die Gegend nicht sein, in die Horst-Dieter Grosse die Wanderfreunde im Motor Presse Club (MPC) gebeten hatte: Sie durften in unmittelbarer Nähe der Ruinen des Benediktinerklosters Hirsau bei Calw im Nordschwarzwald wohnen. Es wurde im 11. Jahrhundert erbaut und war damals die größte deutsche Abtei mit ihrer Basilika als größtem Kirchenbau nördlich der Alpen.
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