brandenburg detlefDer MPC trauert um Detlef Brandenburg

Warmherziger Haudegen 

Wie über einen Menschen getrauert wird, sagt viel über ihn, sein Leben, seine Familie und Freunde. Bei der Trauerfeier für Detlef Brandenburg merkte man es jedem in der über 100 Menschen umfassenden Trauergemeinde an: da ist ein ganz besonderer Mensch von uns gegangen. Oder vielleicht eher vorausgegangen. Viel zu früh mit seinen gerade mal 57 Jahren, aber nach einem intensiven Leben, in dem er viele positive Spuren und Erinnerungen hinterlassen konnte.

Was Pfarrer, Brüder und ein Kollege berichteten belegte: Aus seiner Energie hätte man leicht drei oder mehr Leben bestreiten können. Sei es der ungestüme junge Mann, der regelmäßig durch das Kellerfenster des elterlichen Hauses entwischte, um an Festen oder Konzerten teilzunehmen oder mit 17 sogar ohne Führerschein auf dem Motorrad bis Marokko fuhr. Sei es der Helfer am Bau, der sich das Geld für seine Hobbies verdiente und dabei noch handwerkliches Geschick erwarb. Oder der Uniassistent, der schließlich aus dem akademischen Betrieb ausbrach, Journalismus erlernte und als Pressesprecher zur Aral AG wechselte. Hier wie auch in seiner Familie und gegenüber seinen Freunden bewies er, der nicht stillsitzen konnte, dass er auch einer war, auf den man sich verlassen konnte, der Kontinuität suchte und an dem man sich aufrichten konnte: „Ein Haudegen, aber einer mit warmem Herzen“, so einer seiner Brüder. 25 Jahre pendelte er täglich von Bonn nach Bochum zur Aral AG: „Er war Aral und Aral war Detlef Brandenburg“, formulierte es ein Kollege.

Die aus dem ganzen Bundesgebiet angereisten MPC-Mitglieder kannten ihn in zwei Rollen: Der des Motorradfahrers, der bei kaum einer Jahresausfahrt fehlte und als Mitglied des Westkreis-Triumvirats, das eigentlich ein Sextett war. Denn bei den Planungen für die Clubaktivitäten hatten sich auch die Ehefrauen angefreundet. Gesellig, meinungsstark, gradlinig und vor allem humorvoll. So haben wir ihn in beiden Rollen erlebt. Bewundernswert auch die Haltung mit der Detlef gegen die heimtückische Krankheit kämpfte, sie aber auch schließlich akzeptierte und bis zum Abschied ertrug.

Er hat uns ein gutes Beispiel gegeben, in Gesundheit und Krankheit. Für seine Familie muss der Verlust ungeheuer sein. Man wagt es kaum Trost zu spenden. Wir können nur festhalten, dass es unglaublich schön war ihn bei uns gehabt zu haben, wir ihn vermissen und ihn noch oft in die Erinnerung zurückholen werden mit „Weißt du noch als Detlef…“

Foto: Privatarchiv D. Brandenburg

 

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