Liebe Mitglieder,

Rückblicke auf eine gut besuchte Mitgliederversammlung in Bonn mit würdigen Preisträgern; auf eine Vielzahl von Veranstaltungen mit klassischen Automobilen, Motorrädern, auf Schusters Rappen oder den Golfschlägern im Gepäck, Dank an Organisatoren und Sponsoren… So hätte ein Weihnachtsgruß 2020 aussehen können. 

Stattdessen konnten wir froh sein, uns in der Zeit niedriger Infektionszahlen an der erfolgreichen Veranstaltung zum „German Car of the Year“ zu beteiligen und ein MPC-Magazin mit starken Themen auf den Weg gebracht zu haben. Das von Norbert Giesen mit Professor Dr. Fritz Indra geführte Interview, in dem er sich kritisch mit der einseitigen politischen Festlegung auf Elektromobilität auseinandersetzte, stößt auf Resonanz und findet erfreulicherweise immer mehr Zustimmung. Mittlerweile wagen auch die CEO’s großer Zulieferer und zuletzt auch von Toyota, auf die Folgen einer nicht technologieoffenen Politik hinzuweisen. 

Unsere Mitglieder waren in unterschiedlichster Weise von der Pandemie betroffen. War für die einen der Wegfall von Reisemöglichkeiten schon das größte Problem, litten andere unter der Einsamkeit durch Kontaktbeschränkungen. Die einen lernten, wie gut sie ihr Geschäft über Videokonferenzen global steuern konnten, den anderen brachen die Aufträge in einem Ausmaß weg, dass sie nicht wissen, wie es weitergehen soll. Die eine Familie rückte wieder eng zusammen, die andere litt unter den plötzlich eingeschränkten Reisemöglichkeiten.

Wie es 2021 weitergehen wird, ist nur ansatzweise vorherzusehen. Kaum wird die Nachrichtenlage von einem Hoffnungsstreif erhellt, kommen schon die nächsten Hiobsbotschaften. Seien es Mutationen des Virus oder der Streit um Fischereirechte. Relativ stabil scheint zum Glück der zurückgekehrte Wachstumstrend in der Industrie zu sein, der sich bereits in allen Stufen unserer Wertschöpfungsketten bemerkbar macht. Die viel gescholtene Globalisierung zeigt sich unter anderem mit der starken Nachfrage aus China von ihrer starken Seite. 

Aber werden zum Beispiel die großen Automobilmessen zurückkehren? Und wenn ja, wo und wie werden sie sich verändern? Wie werden sich die Kommunikationskanäle und damit die Arbeitsmöglichkeiten bei den PR-Abteilungen der Hersteller, den Dienstleistern und den Journalisten entwickeln? Vieles war bereits vor dem Ausbruch der Pandemie ins Rutschen gekommen. Corona hat nun dazu geführt, dass Traditionelles zwangsweise hinterfragt oder gleich über Bord geworfen wurde. 

An Themen wird es unserer Branche und damit dem MPC 2021 nicht mangeln. Hoffen wir, dass daneben das ebenso wichtige Standbein unseres Clubs, das persönliche Miteinander, möglichst bald wieder gefahrlos möglich sein wird. 

Kontinuität beweist der MPC in einem weiteren wichtigen Punkt: In diesen Tagen erhalten Sie Post, da der neue MPC Presse-Ausweis verschickt wird. 

Den Mitgliedern des MPC und ihren Angehörigen wünsche ich schöne Festtage im kleinen Kreis und einen guten Rutsch. Bleibt gesund – und für 2021 gilt: Wir sehen uns! 

Ihr
Ulrich Nies