Liebe Mitglieder,

an diesem Wochenende wollten wir uns in Bonn treffen, die Träger der Goldenen Feder und des Goldenen Gurtes ehren und uns mit den Gewinnern des Golfcups freuen. Stattdessen sitzen die einen im Homeoffice und bereiten die nächste Telefonkonferenz vor, während die anderen darauf hoffen, dass bald wieder das Telefon klingelt und sich ein Auftraggeber meldet.

Einerseits müssen wir dankbar sein, in einem Land zu leben, das die Corona-Epidemie bisher wie kaum ein zweites auf der Welt meistert. Andererseits erfahre ich von Kolleginnen und Kollegen, deren Reserven dahingeschmolzen sind und die sich fragen, wie es weitergehen soll.

Die Krise hat gerade auf dem Feld des freien Journalismus eine Entwicklung beschleunigt und auf die Spitze getrieben, die uns wirklich beunruhigen aber auch umtreiben muss. Denn tatsächlich haben wir es ja nicht einfach mit einer Krise des freien Journalismus zu tun, sondern mit Medienumbrüchen, anderen Erwartungen und Verhaltensweisen von Rezipienten und damit verbunden der Frage nach Geschäftsmodellen der alten und neuen Marktteilnehmer. Wenn dann noch wie in unserer Branche technologische Umbrüche und andere gesellschaftliche Erwartungen an Mobilität hinzukommen, wirkt eine Krise wie die Corona-Epidemie quasi wie ein Brandbeschleuniger.

Egal, ob man den angeblich aus dem chinesischen stammenden Satz „mögest du in interessanten Zeiten leben“ als Sprichwort oder Fluch versteht – wir können es uns nicht aussuchen. Was das für unseren Club heißt, wie wir uns darauf einstellen müssen oder was wir sogar beitragen können, muss uns in diesem und den nächsten Jahren ganz besonders beschäftigen.

Dazu gehört aktuell leider auch, dass wir uns trotz hoffnungsvoller Signale dem bundesweiten „Shutdown“ anschließen müssen.

Mitgliederversammlung, Golfcup und Motorradtour sind bereits abgesagt, ebenso regionale Veranstaltungen. Ob Wandertage stattfinden können, ist sehr fraglich. Und leider müssen wir auch die bereits von Andreas Heine für Juli geplante Klassik-Tour im Sauerland auf das nächste Jahr verschieben. Zwar könnte man in den Fahrzeugen die Landschaft genießen, aber Besichtigungstermine im Rahmenprogramm wären ebenso wenig möglich wie das gemütliche Beisammensein am Abend. Ich bin daher sehr froh und dankbar, dass Andreas das gesamte Programm ins Jahr 2021 verschieben konnte.

Ich wünsche Ihnen schöne Pfingstfeiertage – bleiben Sie gesund.

Wir sehen uns!

Ihr
Ulrich Nies

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