MPC Classic-Tour 2013 im Münsterland

Auf Pättkes cruisen zu idyllischen Zielen

Die Gruppe der Oldtimer-Freunde im Motor Presse Club  (MPC) wächst. Zur 9. Clubausfahrt am letzten Juni-Wochenende 2013 trafen sich rund vierzig mit Old- und Youngtimern am Rande von Münster und lernten an zwei Fahrtagen mit sieben Einzeletappen Land und Leute und für die Region typische „Pättkes“ als schmale landwirtschaftliche Sträßchen kennen. Ein besonderer Anreiz für die Reise nach Münster wurde zugleich mit einem Workshop im Refinish Competence Center von Glasurit und der Möglichkeit zur Beseitigung von Kleinstschäden an den Oldtimer-fahrzeugen geboten.

Diese Offerte fand regen Zuspruch, denn die Lackierungen von Classic-Fahrzeugen weisen gern einmal Blasen und  unschöne Verfärbungen oder  Rostbeulen auf, und solche Makel hassen Olddiebesitzer allesamt, wird doch gern vom sauber glänzenden Lackkleid direkt auf die Halter der Fahrzeuge und ihre Liebe zum Automobil  geschlossen.

Im Refinish Competence Center schult BASF unter Anleitung von qualifizierten Trainern  professionelle Lackierer, führt sie in die Geheimnisse des Reparturgeschäfts ein und stellt die Verbindung zu neusten Arbeitsverfahren her. BASF Coatings / Glasurit verfügt über eine Farbton-Datenbank mit 600.000 Mischformeln, ist damit konkurrenzlos auf diesem Gebiet in der Welt und und unterstützt mit dem gesammelten Datenwerk  die Lackierbranche mit einmaligen Informationen über Farbton, Glanz und Verlauf der Lackierung. Jährlich kommen tausend neue Farbtöne hinzu, wie zum Beispiel vor zwei Jahren das „ultimative MPC-Gold“, so dass man über einen gewaltigen Fundus an detaillierten Angaben verfügt und in der Lage ist, jede Farbe anhand gemessener Daten zu identifizieren. Das ist besonders für Oldtimer-Besitzer von unschätzbarem Wert. Wer Lackschäden beheben lassen möchte, aber keine Angaben zum Farbton des Fahrzeugs mehr hat, der kann bei BASF Coatings in Münster in der Datenbank die richtige Quelle anzapfen.

Die MPC-Teilnehmer des Lackworkshops bei BASF erwiesen sich als wissbegierige Schüler, trugen ihre Lackanliegen vor, schauten den Trainern aufmerksam bei der Behebung der Schäden über die Schultern und legten selbst kräftig mit Hand an beim Schwingen der Lackpistole . An einem „speed shade“, einem Kunststoff-Formgebilde,  konnte man sich versuchen und erleben, ob man den Lack gleichmäßig deckend und nasenfrei aufgebracht hatte. Die Kleinstschäden- Beseitigung an den Fahrzeugen artete je nach Schadenumfang sogar in komplette Kotflügel-oder Motorhauben-Neulackierungen aus. Alle Beteiligten haben aus diesem Erfahrungsaustausch ihren Nutzen gezogen.

Neu im Kreis der Oldies, mit denen MPC'ler in Münster zur Ausfahrt 2013 erschienen, war ein Opel Rekord  Baujahr 1963, gut erhalten im Lack, aber mit ein paar kleinen Wehwehchen, ein Aston Martin Rapide als klassischer Youngtimer und einem leichten Lackkratzer am hinteren rechten Kotflügel und ein Cadillac Coupe de Ville, Baujahr 1959, in Rot und mit weißem Dach, bei dem die Lackexperten von Glasurit eine bemerkenswert gute, homogene Lackqualität herausfanden. Die Empfehlung der Lackpäpste in diesem Fall: An dem Lack muss gar nichts getan werden. Nicht einmal eine Politur erschien sinnvoll.

Nach den beiden Workshoptagen im BASF Coatings-Werk in Münster-Hiltrup, an denen  sogar Überstunden geschrubbt wurden, um die begonnenen Reparaturarbeiten komplett zu beenden, schlossen sich zwei  abwechselungsreiche Fahrtage mit 303 Kilometern in sieben Etappen an, vornehmlich auf Sträßchen landwirtschaftlicher Güte mit vielfältigen Eindrücken von der westfälischen Landschaft. Selbst alten Rallyehasen war das präzise erarbeitete Roadbook mit detailliertren Entferungs- und Orientierungsangeben samt Fotos eine wertvolle Hilfe, um nicht irgendwo abseits der Route zu landen. An die Beschilderung im Münsterland muss man sich gewöhnen, sonst gerät man leicht einmal ins Abseits.

Kultur pur wurde  mit einem Wasserschloss im Barockstil, der Stadt Münster mit dem dortigen Lackmuseum und separaten Ausstellungen in japanischer, chinesischer und europäischer Lackkunst sowie einem Besuch der  Autosammlung Klopfer in Nottuln reichlich geboten, und von den Qualitäten der westfälischen Küche waren die Gäste durch die Bank begeistert. Wie sagte doch ein Kollege in fröhlicher Runde: „Wie bei Muttern daheim: würzig, schmackhaft und reichlich.“

Resümee: Die 9. Classic-Tour des MPC, wunderbar organisiert von Jürgen und Anja Book und großartig gefördert von BASF Coatings, wird in die Clubgeschichte eingehen – nicht zuletzt auch wegen der Schulungstage in Lackfragen bei Glasurit.

Richard Köbberling

 

Bildergalerie

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Das Fotobuch zur MPC Classic-Tour 2013

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