VdM und MPC Regionalkreis Südwest besuchen DO.labor in Friedrichshafen

„Warum sind Marsmännchen grün?“

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„Warum braucht ein Schwan keinen Propeller zum Fliegen?“ oder „Warum hebt ein Flugzeug bei 100km/h vom Boden ab, aber ein Rennbolide klebt auch bei 300 km/h auf dem Asphalt?“ Diese und noch andere „wichtige“ Fragen des Lebens stellen sich aufgeweckte Kinder.“Was macht ein Astronaut, wenn er aufs Klo muss?“ Oder, „warum können Hühner nicht fliegen?“ Die Antworten dürfen sie sich selbst durch freies Experimentieren im neuen DO.labor erarbeiten, der Experimentierwerkstatt des Dornier Museums in Friedrichshafen. Dabei stehen Aha-Erlebnisse im Mittelpunkt der Museumspädagogik und die Hoffnung, dass diese die Lust an den MINT-Fächern, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, fördern.

In diesem inspirierenden, historischen Ambiente der 100 Jahre alten Baracke des Claude Dornier, der an ihrem Ursprungsort, dem Seemooser Horn in Friedrichshafen, die unwiederbringliche Zerstörung drohte, können seit dem 1. März 2016 nicht nur Kinder ihren Wissensdurst stillen, sondern auch Firmen Workshops oder Sitzungen abhalten, denn die Brarcke wurde gerettet und auf dem Flughafenfeld neben dem Dornier Museum neu aufgestellt . Sie bietet Platz für 80 Personen und modernste Technik bis zum 3D-Drucker. MPC- und VdMler nahmen das DO.labor anlässlich ihres Besuches auf der ‚Klassikwelt Bodensee‘, der immer wieder netten und familienfreundlichen Oldtimer-Messe im Dreiländer-Eck, und vor ihrem Rundgang durch das Dornier Museums, unter die Lupe.

Die Rettungs- und Wiederaufbauaktion der Dornier-Baracke ist dem außerordentlich engagierten Direktor des Dornier Museums, Berthold Porath, zu verdanken, der bereits bei der Gründung und Durchführung der ersten ‚Klassik Welt Bodensee‘(2008) für die Friedrichshafener Messe mit viel Geschick und Ideenreichtum sein gutes Händchen für die Zusammenführung und Erhaltung historischer Objekte bewiesen hat. So gelang es ihm auch in diesem Fall, nicht nur den für immer zerstörenden Abriss des historischen Gebäudes zu verhindern, sondern auch ausreichend Sponsoren für den Erhalt, die Umsiedlung und Restaurierung der Baracke zu gewinnen.

Immerhin begann Claude Dornier in dieser Baracke mit der Konstruktion und dem Bau seiner ersten Wasserflugzeuge. Sie ist eine Keimzelle deutschen Flugzeugbaus. Es wäre höchst bedauerlich gewesen, wenn sie auf dem Müll der Geschichte gelandet wäre, zudem Friedrichshafen durch seine Zerstörung im Zweiten Weltkrieg nur noch wenig historische Bauten aufweisen kann.

Begeistert hat uns autoaffine Menschen aber besonders die Führung durch das moderne und architektonisch ansprechende Dornier Museum. Es sind nicht allein die Flugzeuge, die das Herz höher schlagen lassen, es ist auch die spannende Geschichte der Dornier-Familie und der geniale und auch mutige Erfinder- und Pioniergeist von Claude Dornier, der unsere große und nachhaltige Bewunderung erntete. Wir durchwanderten 100 Jahre Luft- und Raumfahrtgeschichte auf 5000 m² Ausstellungsfläche mit 400 Exponaten. Geschichte und Technik erklärt durch anschauliche Anekdoten und Berichte von Zeitzeugen – besser kann eine Museumsführung nicht verlaufen. Es war ein großartiger Tag am Bodensee, der in gemütlicher Runde auf der Oldtimer-Messe, bei guten Gesprächen und kulinarisch verwöhnt, seinen Abschluss fand, leider ohne die Erklärung dafür erhalten zu haben, warum ‚Marsmännchen‘, sollten sie jemals nachgewiesen werden, grün sind. Und überhaupt, wer sagt, dass es keine ‚Marsweibchen‘ gibt? Wären die auch grün?

Übrigens: Eine beachtenswerte Meinung hierzu findet sich unter http://www.laborjournal.de/rubric/archiv/seltsam/s_19.lasso, wonach es sich wahrscheinlich um intelligente Pflanzen handelt; dies erklärt „die Fähigkeit der „Marsmännchen“, lange Raumfahrten in winzigen fliegenden Untertassen, also ohne größere Nahrungsvorräte, Frauenbeauftragte und Auslauf, zu überstehen: So lange Sonnenenergie verfügbar ist, stellt die Photosynthese (hier der Haut) die Grundversorgung des Marsianers mit Energie sicher. Zudem stabilisiert die Abwesenheit sexueller Bedürfnisse das Gemüt, soweit bei Pflanzen von einem solchen die Rede sein kann“.

Astrid Gorgas

Fotos

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Copyright Dornier Museum:  Edmund Möhrle, Felix Kästle und Tino Pauli

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